Sulzbachtäler |
Das Obersulzbachtal
Die Steilstufe mit 300 Höhenmetern am Taleingang beherbergt den bekannten Gamseckfall. Blickt man aus dem Salzachtal in Richtung Süden in das Tal, kann man den im Volksmund als »Obersulzbacher Venediger« bezeichneten Großen Geiger (3360m) bestaunen. Das Weiß des Gletschers in der Ferne dominiert den Charakter der Wanderung durch dieses Tal. Zwischen dem Obersulzbachtörl und dem Untersulzbachtörl liegt die bekannte Venedigergruppe mit dem höchsten Berg des Salzburger Nationalparks mit 3674m.
Das Obersulzbachtal ist auch die norseitige Eintrittspforte zum Großvenediger. Hier wurde bereits 1842 eine erste Schutzhütte – Kürsingerhütte – errichtet. Diese Hütte wurde laufend erweitert.
Die Berndlalm ist ein alter Seeboden. Der Sulzbach hat sich durchgezwängt und sützt in einem mächtigen Fall in die Schlucht. Die Alm ist einbevorzugter Rastplatz, wo sich auch ein Gasthof befindet.
Auf 1700m kommt man zur Postalm – den idealen Ausgangspunkt für den kürzesten Weg auf den Schlieferspitz mit 3289m. Auf Höhe der Postalm liegt ein Hochlagen-Fichtenwald mit Altfichten bis zu 30m Höhe und 200 Jahren Alter.
Weiterführende Links:
- → www.alpinisten.at | Großvenediger
- → de.wikipedia.org | Großvenediger
- → de.wikipedia.org | Obersulzbachtal
Das Untersulzbachtal
Das Untersulzbachtal ist vom Obersulzbachtal durch die steile Sulzbachklamm getrennt. Bekannt wurde es durch den Wasserfall und den Bergbau. Oberhalb der ersten Stufe folgt ein zunächst leicht ansteigendes Waldstück, das über dem alten Kupferbergwerk zu einer Schlucht wird. Berühmt ist vor allem die Knappenwand, wo Epidotkristalle Steinsucher um 1870 Steinsucher aller Weltteile anlockten. Der Fundort des Walder Schusters Wurnitsch glich einem Kristallpalast: Im Inneren des Berges entdeckte er eine Höhle deren Wände und Decken von Kristallen überzogen waren. Der größte Epidotkristall hatte eine Länge von 70 cm. Einer dieser Kristalle des damilgen Fundes kann heute im Naturhistorischen Museum in Wien bestaunt werden.
Weiter drinnen im Tal auf dem Bergkopf (Abichalm) konnte man schöne blaue Aquamarine finden. Gegen Süden liegt die Stockeralm, wo seit 1786 »Enzian« gebrannt wird. Am Talende liegt das Untersulzbachkees, welches sich jedoch schon weit zurückgezogen hat. Im Tal findet sich auch der letzte noch wirklich tannenreiche Wald mit Starktannen über einhundert Jahren und 35m Höhe.
Weiterführende Links:
- → de.wikipedia.org | Untersulzbachtal
- → www.findarticles.at | Knappenwand
- → www.johnbetts-fineminerals.com | Epidotkristalle
- → www.mineralienatlas.de | Mineralienatlas
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